Partnertreffen 2010 in Bochum
Das Jahr hat gerade begonnen, es ist kalt, es schneit - Zeit für das „Partner“treffen. Was die zuhause bleibenden Ehepartner wohl denken? Dabei laden die beiden BFW (der „Bundesfachverband“/ „Verwalterverband“ und der „Bundesverband“ - irgendwie müssen es die Gäste auseinanderhalten) ja nur ihre ausgewählten Fördermitglieder zu einem Branchentag der besonderen Art ein. Partnerschaftliche Begegnung heißt dabei, Ungewohntes gemeinsam zu erleben und natürlich auch zu feiern (es geht auf Karneval zu), branchentypisch eben, und freundschaftlich.
Kunden laden ihre Lieferanten ein. Vielleicht ein ungewöhnlicher Weg, Partnerschaft über das materielle Sponsoring hinaus zu pflegen und das Miteinander füreinander zu fokussieren. So gelebte Partnerschaft nimmt und gibt zugleich. Fachlicher Austausch kann hier ungezwungen auch untereinander erfolgen, junge Anbieter in der Immobilienwirtschaft werden in den Kreis der alten Hasen (und „Häsinnen“) aufgenommen. Die Branche entwickelt Leistungen untereinander und kundenorientiert, ohne Druck, aus dem Gespräch heraus, eher zufällig als angeordnet. Daraus ergeben sich tiefere wechselseitige Eindrücke und stabile Verbindungen. Die beiden BFW schaffen den Rahmen für diesen fruchtbaren Dialog. Das Team um Michael Sparmann hat erneut viel Energie und Freude in das Programm investiert, was die über vierzig Teilnehmer spüren.

Beim Lebens-Kicker-Turnier kämpfen sechs aufgepeitschte Mannschaften auf einem großen Luftkissenfeld an Stangen um spannende Tore. Wer nicht an der Stange festhält, bekommt Schrammen und Beulen, so intensiv wird gekickt - die anderen bekommen sie auch. Noch nie sind die Partner so wenig gelaufen und waren so verschwitzt und außer Atem. Der Dank gilt dem Schiedsrichterteam und insbesondere dem Europäischen Bildungszentrum für die Immobilienwirtschaft EBZ, das das Partnertreffen beherbergte und zugleich einen Einblick in seine Arbeit für die Branche gab.
Gekickert wurde danach weiter auf der Partnerebene im Ruhrstadion des VfL Bochum. Den großen Saal hatten wir für uns und auch die Begrüßung durch den Sportvorstand sowie den an der Stimme sofort erkennbaren Radiokommentator Manfred Breuckmann, der Anekdoten und Erlebnisse aus Jahrzehnten der Fußballgeschichte in lockerer Diskussionsrunde zum Besten gab. Selbst Fußballlaien (auf die Fußballenthusiasten zunehmend Rücksicht nehmen sollten) konnten etwas mitnehmen, z.B. diejenigen drei Städte mit je zwei Mannschaften, die den DFB-Pokal gewonnen haben: München, Essen - und Wien.
Vom hohen Fußballolymp herab und für manche Teilnehmer nur kurz nach dem abendlichen Exbummel in der zuvor von Studenten zur Karnevalsparty genutzten EBZ-Mensa, führte der zweite Tag an die Basis des Reichtums des Ruhrgebiets. Das Deutsche Bergbaumuseum hat seinen Sitz mit Recht in Bochum. Nach Einfahrt in den (künstlich angelegten) Schacht offenbarte ein erfahrener Kumpel Chancen und Risiken, Wohlstand und Gesundheitskosten, Fürsorge und Berufsgefahren der Bergleute und ihrer Familien. Viele Anschauungsobjekte unter und im angeschlossenen Museum sowie Geschichten von aus der Region stammenden Partnern vertieften die Zeitreise und auch das dunkle Gefühl, wie gut wir es in unserer eigenen Branche haben. Übrigens wurde die EBZ-Anlage von der Immobilientochter eines Kohle- und Energiekonzern als Nachnutzung für seine Flächen entwickelt.
Wer heuer gewagt hat, auf das traditionell geheim gehaltene Programm des BFW einzugehen, hat gewonnen. Wer nicht dabei sein konnte, möge sich das nächste Jahr vormerken - oder die Partnerabende zu den BFW-Kongressen und -Landesseminaren. Sportlich gesprochen: Dabei sein ist alles! Und unsere Kunden werden spüren, wie partnerschaftlich arbeitende Fachverwalter mehr für die Immobilie tun.
Peter.Patt@wohnungsverwalter.de



