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BID: Neues KfW-Förderprogramm zur energetischen Sanierung ist ein Auftakt, aber nicht der Weisheit letzter Schluss

Nach dem Scheitern der Sanierungs-AfA im Vermittlungsausschuss in der letzten Woche, wird das Schwarz-Gelbe Kabinett heute einen Alternativplan beschließen. Demnach sollen ab 2013 in einem neuen KfW-Programm insgesamt 2,4 Milliarden Euro über acht Jahre zur Förderungen energetischer Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden bereitgestellt werden.

„Das Scheitern der Sanierungs-AfA hat die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft schwer getroffen. Soll über die geplanten zusätzlichen 2,4 Milliarden Euro im neuen KfW-Förderprogramm die steuerliche Abschreibungsmöglichkeit nun kompensiert werden, dürfen nicht nur selbstnutzende Wohneigentümer adressiert sein“, kommentiert Walter Rasch, Vorsitzender der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland und Präsident des BFW, und führt weiter aus, dass der Fördertopf auch für vermietetes Wohneigentum und Gewerbeimmobilien zugänglich sein müsse.

Mit ihren Beschlüssen zum Energiekonzept und zur Energiewende hatte sich die Bundesregierung im September 2010 für eine beschleunigte Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland ausgesprochen. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen derzeit bis 2014 zur Finanzierung energetischer Sanierungsmaßnahmen jährlich 1,5 Milliarden Euro aus dem Energie- und Klimafonds zur Verfügung. Für Gewerbetreibende bietet die KfW darüber hinaus eine Zuschussvariante in Höhe von einer Million Euro über das ERP-Energieeffizienzprogramm an.

„Der Anteil des Bundes zur Finanzierung der Sanierungs-AfA hätte jährlich 600 Millionen Euro betragen. Inklusive dem Anteil von Ländern und Kommunen hätten damit rund 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestanden. Die nun anvisierten 300 Millionen Euro an Bundesmitteln für das KfW-Förderprogramm können daher nur ein Auftakt von alternativen Maßnahmen zur Kompensation der AfA sein. Ein neues KfW-Programm macht zudem nur Sinn, wenn die Mittel maßnahmen- und technikoffen eingesetzt werden können und von qualitätssichernden Maßnahmen begleitet werden“ fordert Rasch. Letzteren Punkt sieht er vor allem über den Einsatz qualifizierter Energieberater gesichert.

„Die Mehrheit der Länder im Bundesrat sollte sich die Frage stellen, wie konsequent sie den Herausforderungen der Energiewende und des Klimawandels über schöne Sonntagsreden hinaus begegnen will“, so Rasch.

 

Quelle: BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland

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