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Immobilienwirtschaft: Zu starke Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) gefährdet Wohnungsneubau

„Wir warnen vor den Folgen einer Verschärfung der EnEV um 25 Prozent – egal in wie vielen Stufen. Sie würde Wohnungsneubau wirtschaftlich so unattraktiv machen, dass er wahrscheinlich nicht stattfinden wird. Dasselbe gilt auch für andere Immobilienklassen, sie werden es schwer haben im Wettbewerb mit nicht nachhaltigen Gebäuden. Wer weitere Engpässe auf dem Wohnungsmarkt insbesondere im Niedrigpreissegment verhindern will, muss bei einer Verschärfungs-Stufe um 12,5 Prozent bleiben. Gutachten des Bundesbauministeriums haben gezeigt, dass mit einer Verschärfung um weitere 12,5 Prozent ab 2016 die Schwelle zur Unwirtschaftlichkeit überschritten wird“, sagt Andreas Mattner, Vorsitzender der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland und Präsident des ZIA. „Die Länderkammer darf den Bogen bei der EnEV nicht überspannen. Denn höhere Neubauanforderungen bedeuten auch höhere Baukosten und damit steigende Mieten“, warnt Mattner.
Der Umweltausschuss des Bundesrates hat Empfehlungen zur EnEV 2014 beschlossen, die gemeinsam mit den vorliegenden Änderungsempfehlungen des Ausschusses für Städtebau, Wohnungswesen und Raumordnung und des Wirtschaftsausschusses am 11. Oktober 2013 im Bundesrat behandelt werden sollen. Der Umweltausschuss empfiehlt unter anderem, die energetischen Anforderungen für den Neubau ab 2016 um 25 Prozent zu verschärfen und für Energieausweise Energieeffizienzklassen einzuführen. Die Änderungsempfehlungen des Wirtschaftsausschusses sehen demgegenüber lediglich eine einstufige Verschärfung der energetischen Anforderungen für den Neubau in Höhe von 12,5 Prozent ab 2016 vor, da eine zweistufige Verschärfung um insgesamt 25 Prozent den Neubau unwirtschaftlich macht.
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