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Deutscher Immobilien Kongress 2013

Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer begrüßte die Kongressteilnehmer und betonte: „Die Immobilien- und Wohnungsmärkte in Deutschland sind kräftig in Bewegung. Die Baugenehmigungen und die Fertigstellungen nehmen bundesweit deutlich zu. Das ist ein gutes Signal für Mieter, Eigentümer und die Immobilienwirtschaft. Um den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu lindern, muss mehr gebaut werden. Nur so wird sich die Lage entspannen. Gerade in den Ballungszentren dämpft jede neue Wohnung den Mietpreisanstieg. Hier stehen Kommunen, Länder und der Bund gemeinsam in der Verantwortung. Das allein kann aber nicht reichen. Die privaten Wohnungs- und Immobilienunternehmen bilden eine wichtige Säule für die Wohnungsversorgung in unserem Land. Ich setze deshalb weiter auf Ihr Engagement und auf starke regionale Bündnisse mit Ländern und Gemeinden."

Walter Rasch, Senator a.D. und Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, betonte dagegen die großen Herausforderungen, mit denen die deutsche Immobilienwirtschaft von der Politik betraut wird. „Die Wohnungsunternehmen sollen modernen Wohnraum zu tragbaren Mieten schaffen, der den demografischen Wandel berücksichtigt und Deutschland den Weg zu einer der energieeffizientesten Volkswirtschaften ebnet. Staatliche Verschärfungen und kommunale Abgaben stehen diesem Ziel aber massiv entgegen. Es muss daher Schluss sein mit den staatlichen Verschärfungen in der Energieeinsparverordnung, die sich unmittelbar auf die Baustoffpreise auswirken, und mit der Gewinnspekulation auf kommunale Flächen, welche die Baukosten nach oben treiben“, so Rasch.

Um bezahlbaren Wohnraum in der Republik zu gewährleisten, müsse in erster Linie ein gesundes Überangebot an Wohnungen geschaffen werden, das nur über den Neubau zu erreichen sei. Dafür sei auf kommunaler Ebene notwendig, dass steuerliche Abgaben, wie die Grund- und Grunderwerbsteuern bundesweit wieder auf einen investitionsfreundlichen Satz gesenkt werden, der Verkauf öffentlicher Flächen und Gebäude nicht allein über das Höchstgebot entschieden wird und Baugenehmigungsverfahren beschleunigt werden.

Dagegen sei an die Bundespolitik der Appell zu richten, dass keine weiteren Verschärfungen in der Energieeinsparverordnung vorzunehmen sind, Förderungen technikoffen ausgestaltet und die wohnungswirtschaftlichen Förderprogramme der KfW verlässlich über das Jahr 2014 weitergeführt werden. Auch die Mittel der Städtebauförderung und des altersgerechten Umbaus müssen aufgestockt werden, um den wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden.

„Bessere steuerliche Abschreibungsätze, wie eine Erhöhung der linearen AfA von 2 auf 4 Prozent oder eine Abschreibungsmöglichkeit von Sanierungsmaßnahmen würden die Mieten dagegen entlasten und die Neubauquote positiv beeinflussen“, so Rasch.

Thomas Meier, Präsident des BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e.V. ergänzte: „Um die Zukunftsaufgaben der Immobilienwirtschaft zu bewältigen, sind neue Lösungskonzepte zu entwickeln, die dem Anspruch der Nachhaltigkeit gerecht werden. Verlässlichkeit und Kalkulierbarkeit der wesentlichen Rahmenbedingungen sind eine grundlegende Voraussetzung für die erforderlichen Investitionen mit hoher Kapitalbindung. Wohnungspolitik bewegt sich in einem komplexen Spannungsfeld und kann ihr Anliegen nur im partnerschaftlichen Zusammenwirken aller Marktakteure erfolgreich gestalten.“

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