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REITs nicht ohne Mietwohnungen

Mietwohnungen müssen in das Konzept der steuertransparenten Immobilienanlagegesellschaften (REITs) ohne umfassende Sonderregelungen eingebunden werden. Gerade den mittelständischen deutschen Immobilienunternehmen würde der Wohn-REIT die zusätzliche Möglichkeit bieten, Kapital zu beschaffen und damit die langfristige und nachhaltige Entwicklung des Wohnungsbestandes zu gewährleisten.
Nach monatelangen Diskussionen um die Einführung von REITs nun einen Kompromiss zu Lasten der Wohnimmobilie zu schließen, ist auch aus Perspektive der Mieter nicht zu verantworten. Schließlich sollen steuertransparente Immobilienanlagegesellschaften dazu beitragen, dass der deutsche Immobilienmarkt liquider und flexibler wird, indem Wohnungsbestände in einen Reit überführt werden und darüber neue Möglichkeiten zur langfristigen Entwicklung der Bestände entstehen. Der BFW setzt sich dafür ein, mittelständischen deutschen Immobilienunternehmen diese Chance nicht zu verwehren.
Wird der immobilenwirtschaftlichen Vernunft gefolgt und der Wohn-REIT zugelassen, besteht die Gefahr, durch die Hintertür umfassende Sonderregelungen zu Mieten und Investitionen einzuführen. REITs seien nicht dazu konzipiert, Investoren zum Schaden der Mieter eine möglichst kurzfristige Exit-Strategie einzuräumen. Im Gegenteil: Die Einführung von REITs senkt die Finanzierungskosten der Bestandshalter, wodurch sich langfristig ein die Mietpreise dämpfender Effekt ergibt.

Der BFW hält es für besonders wichtig, auf eine Pflicht zur Börsennotierung von REITs zu verzichten, weil sonst sehr große Immobilienbestände in die steuertransparente Immobilienanlagegesellschaft eingebunden werden müssten. Mit privaten REITs hätten eben auch mittelständische Immobilienunternehmen einen Zugang zu dieser neuen Anlageform. Für klein- bis mittelformatige REITs sprechen überdies Erfahrungen aus dem Ausland: Erfolgreich sind REITs besonders dann, wenn sie sich zum Beispiel auf Regionen oder Immobilientypen spezialisieren. Wichtig wäre es zudem, dass es den Kommunen möglich wird, ihre Wohnungsbaugesellschaften in nicht-börsengehandelte REITs umzuwandeln und sich institutionelle Investoren auch in Form einer Minderheitsbeteiligung beteiligen können. Die Wohnungsbaugesellschaften bzw. die Kommunen erhielten dann finanzielle Mittel, ohne sich der sozialen Verantwortung entziehen zu müssen.
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