Menü

Aktionismus am falschen Ende –Vorschlag aus dem Umweltministerium bremst Investitionen in Klimaschutz

Über die Regelungen der EnEV 2009 hinausgehende Verschärfungen wie die Einführung von Sanierungspflichten für den Gebäudebestand würden die ener-getische Sanierung für noch mehr Gebäude unwirtschaftlich machen. Soweit den zusätzlichen Investitionen keine zusätzlichen Erträge gegenüberstehen, werden private Akteure diese Investitionen nicht tätigen können. Mit einer weite-ren Erhöhung von Mindestanforderungen würden darüber hinaus auch die Mie-ter deutlich belastet. "Es sind soziale Auswirkungen zu befürchten, die z.B. zu verstärkter Segregation führen können, weil Haushalte mit niedrigeren Ein-kommen in unsanierte Bestände verdrängt werden oder weil die Anforderungen für Teile der Bestände zum Sanierungshemmnis werden. Dessen müsste sich auch das Umweltministerium bewusst sein", so Gedaschko.
Außerdem forderte der BSI-Vorsitzende, die Möglichkeiten der Energieeinspa-rung auch technologischer Ebene breiter zu prüfen und zu fördern. Dämmen sei nicht das Allheilmittel zum Erreichen der Energiewende. "Um die Energiewende umzusetzen brauchen wir nun endlich ein schlüssiges Gesamtkonzept, das die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit berücksichtigt. Das Bun-desumweltministerium scheint hier Scheuklappen zu tragen und nur eine Seite zu sehen, ohne sich darum zu scheren, wie solche Anforderungen in der Reali-tät umgesetzt werden können", so der BSI-Vorsitzende.
Noch weniger vertrauenserweckend ist es, dass derzeit statt der angekündigten 1,5 Milliarden Euro für die KfW-Gebäudesanierungsprogramme in 2012 nur noch 900 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Aus Sicht der BSI wären eigent-lich rund 5 Milliarden Euro notwendig gewesen, um die Energieziele der Bun-desregierung zu erreichen. Darüber hinaus hängt das Gesetz zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung weiterhin im Vermittlungsaus-schuss fest. So droht die Energiewende zu scheitern. "Es muss ein Zusammen-spiel von ausreichender Förderung, gleichbleibenden Standards und verbesser-ten Förderkonditionen geben, um eine möglichst flächendeckende Breitenwir-kung zu erreichen", so die Forderung der BSI.

 

Quelle: BSI Bundesvereinigung der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft

Weitere Informationen
BVI-Premium-Partner

 DomcuraistaWestWoodRhönENERGIEOjektustechemGoldgasBestgruppeHanseMerkurJUIntratone    Howden-Caninenberg EKB WEG-Bank