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BFW-Fördermitglied GTÜ fordert Verbot für die Erstellung von Energieausweisen im Internet am 10.12.2009

Der Sachverständige erstellt eine objektive Energiebilanz des Gebäudes und kann, indem er die Immobilie vor Ort begutachtet, maßgeschneiderte Konzepte zur weiteren Energieeinsparung erarbeiten. Die GTÜ setzt im Rahmen ihrer baubegleitenden Qualitätsüberwachung qualifizierte Bauexperten ein.

Die Institutionen der Europäischen Union haben sich im Hinblick auf die EU-Richtlinie zum Gebäudeenergieverbrauch darauf geeinigt, dass Käufern und Mietern bei Abschluss des Kauf- oder Mietvertrages auch der Energieausweis des Gebäudes übergeben werden muss. Bisher mussten Verkäufer bzw. Vermieter den Ausweis nur auf Anfrage vorlegen. Des Weiteren müssen die Energiekennwerte nach der EU-Gebäuderichtlinie auch in Wohnungsanzeigen und Immobilienportalen veröffentlicht werden.

„Wir begrüßen die Verschärfung der europaweiten Regelung zu Energieausweisen als wichtigen Schritt zur Förderung der Transparenz im Immobiliensektor“, erklärt de Biasi. „Durch die Verpflichtung zur Veröffentlichung der Energiekennwerte können potenzielle Käufer und Mieter vor dem Abschluss eines Vertrages den Umfang der zukünftigen Heizkosten adäquat einschätzen.“ De Biasi mahnt aber an: „Aus der Weichenstellung der Europäischen Union muss die Bundesregierung nun Konsequenzen ziehen. Der Gesetzgeber muss den Online-Energieausweis abschaffen, da er das vorgegebene Transparenz- und Qualitätsniveau nicht erfüllt und Möglichkeiten zum massenhaften Missbrauch bietet.“

Die geplante EU-Gebäuderichtlinie sieht zudem europaweit strengere Richtlinien für Wohnungsneubauten vor. Ab 2020 sollen Neubauten einen Energieverbrauch haben, der sich nahe Null bewegt. „Im Immobiliensektor gibt es ein enormes Energieeinsparungspotenzial, da fast die Hälfte des weltweiten Energieverbrauchs auf Gebäude entfällt. Daher begrüßen wir, dass nun auch für alle EU-Länder strengere Standards geplant sind. Schließlich ist der Klimawandel ein globales Problem“, so de Biasi. „Weitere Herausforderungen sind nun energieeffiziente Lösungen für Bestandsbauten sowie die Umsetzung strengerer Energierichtlinien für Gebäude in außereuropäischen Ländern.“ Bevor die EU-Gebäuderichtlinie in Kraft treten wird, muss sie noch im Europäischen Parlament verabschiedet und in den nationalen Parlamenten ratifiziert werden.
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