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Steuerermäßigung für Wohnungseigentümergemeinschaften

Die Finanzverwaltung weicht von ihrer bisherigen Auffassung ab, dass Wohnungseigentümergemeinschaften keine Steuerermäßigung für geringfügig entlohnte haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse erhalten. Nunmehr sind auch einzelne Wohnungseigentümer einer Wohnungseigentümergemeinschaft berechtigt, 10 Prozent der entstandenen Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen (max. 510 Euro im Jahr) von der Einkommensteuer abzuziehen.

Für Wohnungseigentümergemeinschaften gilt Folgendes:

Besteht ein Beschäftigungsverhältnis zu einer Wohnungseigentümergemeinschaft oder ist eine Wohnungseigentümergemeinschaft Auftraggeber der haushaltsnahen Dienstleistung bzw. der handwerklichen Leistung, kommt für den einzelnen Wohnungseigentümer die Steuerermäßigung für geringfügig entlohnte haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse in Betracht, wenn

· in der Jahresabrechnung die im Kalenderjahr unbar gezahlten Beträge nach den begünstigten haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen und Dienstleistungen jeweils gesondert aufgeführt sind,

· der Anteil der steuerbegünstigten Kosten (Arbeits- und Fahrtkosten) ausgewiesen ist und

· der Anteil des jeweiligen Wohnungseigentümers anhand seines Beteiligungsverhältnisses individuell errechnet wurde.

Dies gilt auch, wenn die Wohnungseigentümergemeinschaft zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben und Interessen einen Verwalter bestellt hat. In diesen Fällen ist der Nachweis durch eine Bescheinigung des Verwalters über den Anteil des jeweiligen Wohnungseigentümers zu führen.

Als Arbeitgeber im Haushaltsscheckverfahren kommen allerdings nur natürliche Personen in Betracht. Eine Wohnungseigentümergemeinschaft kann daher auch weiterhin vom Haushaltsscheckverfahren keinen Gebrauch machen.
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