Menü

BID gegen Schröpfung der Immobilienwirtschaft

Sowohl in strukturschwachen Regionen, wie dem Saarland, aber auch im wachsenden Berlin, wo der Bedarf an Wohnraum stetig steigt, wurde die Grunderwerbsteuer zuletzt angehoben. Schleswig-Holstein plant darüber hinaus, mit einem Steuersatz von 6,5 Prozent ab 2014 zum Spitzenreiter zu werden.

„Die Politik verhält sich extrem widersprüchlich“, so Mattner, „Erst verursacht sie durch höhere Steuern und staatlichen Auflagen teure Erstellungskosten und dann kappt sie die daraus zwingend resultierenden Mietsteigerungen. Erschwerend wirken außerdem Gewinnabschöpfungsmodelle, was man am Beispiel der Stadt München sieht.“ Dort gibt es mit dem „Münchener Modell“ die schärfste Abschöpfung und gleichzeitig die schlimmste Mietsituation.

Laut BID ist zu erwarten, dass die erhöhten Erwerbsnebenkosten den Eigentumserwerb insbesondere für junge Familien erschwert. Somit bleibt ihnen ein wichtiger Baustein in der privaten Altersvorsorge verwehrt. Im besonderen Fall des Kaufs einer Gebrauchtimmobilie führt die erhöhte Steuer zudem zu weniger Liquidität, um in die energetische Sanierung oder den altersgerechten Umbau zu investieren. Dies konterkariert die Pläne der Bundesregierung, die mit ihrem Energiekonzept und der altersgerechten Modernisierung in die Breite wirken will.

„Die Länder sind gut beraten, wenn Sie die Grunderwerbsteuer wieder auf einen investitionsfreundlichen Satz senken. Denn von einer intensiven Bauaktivität profitieren die Kommunen in vielfältiger Weise – von erhöhten Steuern hat der Staat dagegen wenig, wenn der Neubau oder das Kaufinteresse abflacht“, so Mattner.

 



Weitere Informationen
BVI-Premium-Partner

 DomcuraistaWestWoodRhönENERGIEOjektustechemGoldgasBestgruppeHanseMerkurJUIntratone    Howden-Caninenberg EKB WEG-Bank