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Einlagensicherung für Wohnungseigentümer gesetzlich bestätigt

Als die Novelle des WEG 2007 in Kraft trat, hatte hieran keiner gedacht: Mit der Einführung der Teilrechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft entstand eine Gesetzeslücke in der Frage, ob die Bankguthaben einer WEG im Falle einer Bankenpleite als eine Einlage gelten würden, oder ob die die einzelnen Wohnungseigentümer jeweils als Einleger zu bewerten sein. Wie wichtig die Klärung dieser Frage war, ist im folgenden Beispiel schnell ersichtlich: Eine WEG mit 50 Miteigentümern hat Bankguthaben von insgesamt 250.000 Euro. Im Fall eines Ausfalls der Bank würde der WEG im einen Falle nur 100.000 Euro ersetzt werden, also ein potentieller Verlust von 150.000 drohen. Im anderen Fall würden alle Wohnungseigentümer ihre Einlage durch die Einlagensicherung erstattet bekommen, da jeder Miteigentümer mit 100.000 Euro abgesichert ist und pro Miteigentümer anteilig jeweils nur 5.000 anzurechnen sind.

Die dem BVI als Fördermitglied angehörende Bank für Wohnungswirtschaft AG wurde angesichts dieser Fragestellung umgehend tätig. Sie hat es als ihre besondere Aufgabe wahrgenommen, das Interesse ihrer Kunden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen und den erweiterten Einlagenschutz der Wohnungseigentümer durchzusetzen. Das Institut hat umgehend mehrere Rechtsgutachten beauftragt, um eine solide Ausgangslage für anschließende Gespräche mit der Bankenaufsicht, der Bundesbank, Vertretern der Einlagensicherung und politischen Gremien zur Verfügung zu haben. Die erheblichen Kosten, die dabei entstanden sind, hat die Bank für Wohnungswirtschaft AG stets als Investition in die Partnerschaft mit ihren Kunden aus der Wohnungswirtschaft gesehen.

Matthias von Hauff, Vorstand der Bank für Wohnungswirtschaft AG: "Wir haben hart daran gearbeitet, die beste Lösung für unsere Kunden durchzusetzen. Wir sind stolz darauf, als maßgeblicher Treiber der Debatte dieses überaus positive Resultat nun vorweisen zu können. Nun haben unsere Kunden, also Verwalter und Wohnungseigentümer, endlich die beruhigende Klarheit, die wir so intensiv gefordert haben. Für uns bestand nie ein Zweifel daran, dass die Konten von WEGs als Gemeinschaftskonten zu behandeln sind. Mit dem Jahreswechsel ist dies nun auch gesetzlich klar so geregelt."

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Bank für Wohnungswirtschaft AG und Mitglied des Vorstands des BVI, Dr. Klaus Nahlenz, bedankt sich für die Unterstützung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, die sehr gute Zusammenarbeit mit KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und bei den Vertretern der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken für die partnerschaftlichen Gespräche.

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