Immobilienverwaltung in Zeiten Coronas

Welche ist Ihre absurdeste Geschichte?

Was Verwalter in diesen Tagen aufgrund der Corona-Pandemie erleben, ist oft haarsträubend und anstrengend, aber manchmal auch skurril und fast schon komisch.

Unser Ehrenmitglied Michael von Hauff hat in den letzten Tagen einige aktuelle Geschichten aus dem Alltag von Verwaltern zusammengetragen. Die absurdesten davon möchten wir Ihnen hier vorstellen. Gleichzeitig rufen wir Sie dazu auf, uns über die Osterfeiertage Ihre skurrilste Verwalteralltagsgeschichte der Corona-Periode zu erzählen. Die unglaublichste, lustigste oder erschreckendste wird mit der kostenlosen Teilnahme an einem Webinar Ihrer Wahl des Jahres 2020 prämiert. Schicken Sie Ihre Geschichte bis zum 17.04. an: presse@bvi-verwalter.de

Hier die von Michael von Hauff zusammengetragenen Anekdoten:

1.
In einer Wohnungseigentumsanlage sind die Müllbehälter überfüllt. Die Deckel der Müllbehälter stehen offen, Müllsäcke liegen vor den Behältern. Viele Eigentümer und Mieter haben angefangen ihre Wohnung auszumisten, aber die Müllabfuhr ist nur mit halber Mannschaft besetzt und entleert deswegen die Behälter nicht im normalen Rhythmus, sondern drei Tage später. Als die Müllabfuhr eintrifft, stellt sie fest: Die Behälter sind überfüllt und es liegen noch Müllsäcke vor den Tonnen. Daraufhin fährt die Müllabfuhr wieder ab, ohne etwas zu entsorgen. Der Verwalter bittet daraufhin den Hausmeister, die Säcke vor den Tonnen zu entfernen und den Müll der überfüllten Tonnen soweit zu entnehmen, dass die Deckel wieder verschlossen werden können. Der Hausmeister belädt sein privates Auto mit dem Müll und fährt zum städtischen Entsorgungsbetrieb. Dort steht er dann vor dem Schild "wegen Corona geschlossen". Der Hausmeister nimmt den Müll mit in sein privates Haus, was wiederum seine Frau ärgert. Die schickt ihn mit dem Müll wieder weg und der Hausmeister fährt solange mit dem Müll durch die Stadt bis er einen Müllwagen entdeckt, in dem er den Müll entsorgt.

 

2.
Die Heizung ist ausgefallen. Zur Reparatur wird ein kleines Ersatzteil benötigt, welches die Heizungsfirma aber nicht so schnell wie sonst (normal ist innerhalb weniger Stunden) besorgen kann, denn die Hersteller sind in Kurzarbeit und beim Großhändler machen viele Home-Office. Die Lieferung wurde für in drei bis vier Tagen avisiert, daraufhin rufen Eigentümer/Mieter bei der Verwaltung an: „Das kann doch nicht wahr sein! Bitte rufen Sie eine andere Firma an!" Die Heizungsfirma könnte das Problem jedoch auch durch den Einbau eines neuen Brenners lösen, den sie noch auf Lager hat. Sie fährt mit dem alten Brenner in die Wohnanlage, baut ihn ein und die Anlage funktioniert noch am gleichen Tag wieder. Tage später wird das fehlende Ersatzteil doch noch geliefert. Der Brenner wird wieder ausgebaut und der vorherige mit dem neuen Ersatzteil eingebaut- Dann folgt der Anruf des Eigentümers bei der Verwaltung: „Und wer bezahlt das alles jetzt?“.

  

3.
Der Aufzug ist defekt. Der Hausmeister informiert die Verwaltung, die Verwaltung informiert Aufzugsdienst, der Aufzugsdienst kommt umgehend. Es muss ein Ersatzteil besorgt werden, das in der Kürze der Zeit nicht zu bekommen ist. Ein Ehepaar im fortgeschrittenen Alter möchte nach einem Spaziergang zurück in die Wohnung. Da aber der Aufzug außer Betrieb ist, ist das nicht möglich. Die Verwaltung schlägt vor, einen Krankentransport zu organisieren. Schließlich findet der Aufzugsdienst doch noch eine Möglichkeit, den Aufzug ohne Ersatzteil in Betrieb zu nehmen. Das Ehepaar kann seine Wohnung wieder betreten.