Wirtschaft und Politik erarbeiten Maßnahmenpaket für mehr bezahlbaren Wohnraum

Wohngipfel 2018

Am 21.09.2018 sind Bund und Länder im Bundeskanzleramt zum Wohngipfel zusammengekommen, um über die Zukunft der Wohnungswirtschaft zu diskutieren. Es wurden insbesondere Maßnahmen zur Bekämpfung der steigenden Wohnungsnot in Ballungszentren und zur Einhaltung der EU-Klimaziele für Gebäude besprochen.

Gebäudeenergiegesetz soll EnEV, EnEG und EEWärmeG ablösen

Für letzteres soll ein Gebäudeenergiegesetz (GEG) die bisherigen Gesetze und EU-Anforderungen vereinen. Das GEG soll für öffentliche Gebäude bis zum 1. Januar 2019 für öffentliche und für alle übrigen Gebäude bis zum 1. Januar 2021 umgesetzt werden. Zudem wird der Bund eine langfristige Energieeffizienzstrategie erarbeiten.


Wohnraumoffensive soll 1,5 MIllionen neue Wohnungen schaffen
Die Frage nach bezahlbarem Wohnen wird in der Öffentlichkeit zurzeit heiß diskutiert und ist auch Thema im Koalitionsvertrag. Die geplante „Wohnraumoffensive“ umfasst 1,5 Millionen neue Wohnungen, darunter 100.000 Sozialwohnungen. Bis 2021 stellt der Bund dafür 5 Mrd. Euro zur Verfügung. 2 Mrd. Euro gehen davon an die Länder als Finanzhilfe für den sozialen Wohnungsbau. Zu dem Baukindergeld, welches seit letzter Woche beantragt werden kann, sowie der Wohnungsbauprämie, möchte die Regierung das Wohngeld zum 1. Januar 2020 erhöhen. Vor allen Dingen soll das Bauverfahren vereinfacht werden, zum Beispiel durch digitale Baugenehmigungsverfahren. Darüber hinaus werden Neubauten und Umbauten im Sinne der Barrierefreiheit bezuschusst. Die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen soll erschwert werden.
Welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten.


Die gesamten Ergebnisse des Wohngipfels können Sie auf der Seite des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat einsehen: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2018/09/wohngipfel.html